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Fahrradschloss: Die besten im Vergleich

Fahrradschlösser gibt es mittlerweile in vielerlei Ausführungen. Welches ist nun das richtige Fahrradschloss für dich? Bist du im Besitz eines Mountainbikes, eines Rennrads, eines billigen Zweckfahrrad oder eines E-Bikes, dann macht es sicherlich Sinn über diese Frage nachzudenken. In diversen Fahrradschloss-Test gehen wir den Fragen auf die Spur, welche Schlösser es gibt, welche speziellen Funktionen sie bedienen und für welche Räder diese am besten geeignet sind.

Das Wichtigste in Kürze:

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland ca. 332.486 Fahrräder gestohlen. Umso wichtiger ist es, dein Fahrrad vor dem Diebstahl ordentlich zu schützen.
Kein Fahrradschloss ist unzerstörbar. Jedoch kann man durch ein hochwertiges Fahrradschloss Diebe deutlich abschrecken.
Um für dein Fahrrad das passende Schloss zu wählen, solltest du mindestens 10% des Fahrrad-Wertes in eine Absicherung investieren. Aus Erfahrungswerten bieten Bügelschlösser die größte Sicherheit.

1. Die Sicherheitsstufen des Schlosses

Für Schlösser gibt es verschiedene Sicherheitsstufen. Je nachdem wie teuer dein Fahrrad ist, umso höher solltest du auch die Sicherheitsstufe beim Kauf wählen. Wenn das Fahrrad einen Wert von über 400 Euro hat, dann wird empfohlen ein Schloss mit der bereits höchsten Sicherheitsstufe zu verwenden (z. B. bei ABUS Stufe 12+).
Ist das Fahrrad aber beispielsweise nur 100 Euro wert und steht zudem meist nur in deinem Innenhof herum, reicht ein gutes Fahrradschloss mit geringerer Sicherheitsstufe völlig aus.

Die Stufen sind leider nicht einheitlich bemessen, so kann es wie bei den Produkten von Knog/Onguard sogar bis zu 100 Sicherheitsstufen geben.

2. Die Bruchsicherheit

Bei einem Fahrradschloss-Test werden die Testkriterien für die zu vergebene Sicherheitsstufe vorab genau überlegt. Welches Material ist am widerstandsfähigsten und welche Kraft und Technik muss aufgewendet werden, um das jeweilige Schloss zu zerstören. Dies sind unter anderem Fragen denen in solchen Praxistests nachgegangen wird.

Experten haben der weilen gezeigt, wie man mit dem richtigen Kniff und dem geeigneten Werkzeug vermeintlich sichere Schlösser in nur wenigen Sekunden knacken kann.
Selbstverständlich solltest du bei deiner Wahl für ein möglichst sicheres Fahrradschloss nicht gerade das billigste und dünnste kaufen das es gibt. Dicke und Material spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherheit.

3. Testsieger der Stiftung Warentest

Das ABUS Granit X Plus 54 hat im Jahre 2013 den Testsieger bei der Stiftung Warentest gemacht. Das ABUS uGrip Plus 501 wurde 2015 Testsieger für das beste Fahrradschloss. Das AXA Cherto Compoact 95 und das ABUS Bordo Granit X-Plus 6500 konnten im Vergleich ebenso überzeugen. Interessant ist die durch die Tests aufgekommenen Ergebnisse zur Sicherheit von Panzerkabel- und Kettenschlössern. Denn hier waren bislang nur befriedigende Ergebnisse zu vermerken.

4. Länge des Fahrradschlosses

Je nachdem wie groß dein Rad ist und welche Struktur es hat, kann es schwierig werden dieses mit einem kurzen Fahrradschloss abzuschließen. Vor allem dann, wenn kein Fahrradständer vorhanden ist um das Rad abzustellen und es dort zu fixieren, ist die Länge des Schlosses ausschlaggebend.

In Fahrradschloss-Tests werden auch Längen mit in die Kriterien für ein gutes Schloss integriert. In diesem Bereich haben die Falt- und Kettenschlösser am besten abgeschlossen. Gute Schlösser haben demnach Längen von circa 85 cm. Als Beispielschloss lässt sich das ABUS Bordo Granit X-Plus empfehlen, denn dieses hat in Kombination Länge und Aufbruchsicher sehr gute Ergebnisse erzielt.
Schwierig wird es hier bei Bügelschlössern. Denn diese haben auf Grund ihrer Dicke, Schwere und Steife oft nicht mehr als 30 cm Länge. Achte beim Kauf also darauf, ob für dich persönlich ein kurzes Fahrradschloss überhaupt in Frage kommen würde.

5. Bekannteste Bauweisen

5.1 Das Faltschloss

Im Jahr 2005 erst auf den Markt gekommen, sind Faltschlösser noch Brand neu. Sie zählen also zu den neuesten Entwicklungen. Das praktische an solch einem Schloss, es kann wie der Name schon verrät, zusammengefaltet und somit platzsparend in der Tasche aufbewahrt werden. Faltschlösser ähneln im Aufbau (nicht in ihrer Form) nämlich einem Zollstock.

Des Weiteren bietet es einen ordentlichen Schutz. Es besitzt flache aber massive Glieder, die mit kleinen Gelenken miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu einem Bügelschloss ist dies natürlich schon eine gute Leistung, was Beweglichkeit und Handlichkeit des Schlosses angeht. Mit einem Ketten- oder Kabelschloss kann es in diesen Kriterien aber leider nicht ganz konkurrieren.
Die besagten flachen Glieder sind schwierig zu knacken, da sie durch ihre Form keine guten Ansatzpunkte für Bolzenschneider und ähnliche Gerätschaften bieten. Ein weiterer Vorteil dieser Schlösser ist ihr Gewicht. Bügelschlösser sind zum Beispiel um einiges schwerer.

5.2 Das Bügelschloss

Das Bügelschloss ist wirkt mit einer massiven Form und dem etwas schweren Gewicht (ca 1,5 kg) etwas träge. Dennoch ist das Bügelschloss eines der sichersten Fahrradschlössern auf dem Markt.
Vom Aufbau ähnelt es einem riesigen Vorhängeschloss. Der U-förmige Teil wird wie bei einem Vorhängeschloss um eine geschlossene Stelle gelegt und dann mit dem Schloss in sich verbunden.
Das Schloss sitzt steif und würde sich nur unter schwerster Gewalteinwirkung mittels grober Gerätschaften brechen lassen. Man darf sich hier also sicher sein, dass ein Dieb eine Weile mit diesem Schloss zu tun hat und dabei sehr wahrscheinlich auch noch laute Geräusche erzeugen würde. Somit sinkt die Gefahr des Diebstahls erheblich.

5.3 Das Kettenschloss

Kettenschlösser sind wie der Name schon verrät miteinander verbundene robuste Ketten und somit in ihrer Bewegung extrem frei. Am sichersten sind die Edelstahlketten, denn diese rosten nicht ein und verlieren somit nicht an Stärke. Meist sind diese Schlösser mit einem Textil oder Gummi überzogen. Dies dient nicht nur zur weiteren Sicherheit vor Brüchen, sondern auch zum Schutz des eigenen Fahrrads (Lack usw.).
Der Nachteil bei Kettenschlössern ist, dass sie zumeist stärker wirken, als sie wirklich sind. Geräte wie Bolzenschneider lassen sich nämlich an einem Kettenglied gut ansetzen. Im Gegensatz zu Bügelschlössern sind diese leichter zu knacken für Diebe.

5.4 Das Kabel- oder Spiralschloss

Ähnlich dem Kettenschloss, lässt sich dieses hier leicht bewegen und bietet somit Komfort in der Handhabung sowie dem Transport. Im Kern ist es ein dickes robustes Stahlseil, welches mit einem schützenden Textil überzogen ist. Die Stahlseile unterscheiden sich in ihrer Breite von Modell zu Modell. Je dicker das Seil, umso stärker der Schutz natürlich. Dafür muss man aber wiederum die geringere Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen.
Auch diese Schlösser sind mit einem Bolzenschneider relativ leicht zu knacken. Wer sich sicher sein will, der kombiniert dieses Schloss mit einem weiteren Schlosstyp.

5.5 Verschiedene Schließarten

5.5.1 Per Schlüssel

Wer kennt sie nicht, die Fahrradschlösser die ganz klassisch mit dem altbewährten Schlüssel zu öffnen sind. Der Vorteil hier, man muss sich keine Zahlenkombination merken. Der Nachteil ist ganz klar der, dass man den Schlüssel verlieren oder vergessen kann. Da kann man dann schon ganz schön schnell blöd aus der Wäsche gucken, wenn man sein Fahrrad aufschließen möchte und der Schlüssel für das Schloss aber verschwunden ist.
Dennoch, Fahrradschloss-Schließzylinder sind gegen Manipulationsversuche gesichert und sind dadurch sicherer als so manches Haustürschloss. Bei richtiger Pflege hält ein Schließzylinder, der mit einem Schlüssel geöffnet wird sehr lange.

5.5.2 Per Zahlencode

Auch das Schloss welches sich per Zahlencode öffnen lässt, ist eine altbewährte und relativ sichere Methode.
Diebe haben die Möglichkeit, wenn auch die Chancen sehr schlecht stehen, den Code durch Probieren herauszufinden (viele verwenden ihr Geburtsdatum oder viermal die Null), ihn auszuspähen oder durch Manipulation herauszufinden.
Wenn du ich für solch ein Fahrradschloss entscheiden möchtest, wäre es ratsam eines mit fünf Stellen zu nutzen.